Hefestarter machen fürs Heimbrau Bier!

Hefestarter für Bier

Wenn Euer Bier fertig zum vergähren ist, gebt Ihr meistens Trockenhefe  oder Flüssigseife aus einem Beutel hinzu. Oder vielleicht habt ihr aus einem vorhergehenden Brauvorgang Hefe geerntet und im Kühlschrank stehen.

Generell kann es aber von Vorteil sein die Hefe nicht einfach so in das Bier zu kippen, sondern einen Hefestarter zu machen. Das ist ein kleines Bier, meistens so ein halber bis ein Liter, bestehend aus Würze und der Hefe, jedoch ohne Hopfen. Der Hefestarter wird 2-3 Tage vor dem eigentlichen Brauvorgang vorbereitet und in dieser Zeit zum gären gebracht.

Der Vorteil ist, das die Hefe zum Zeitpunkt zu dem sie in das eigentliche Bier gegeben wird schon voll arbeitet und in dem eigentlichen Bier gleich von Anfang an richtig gas bei der Vergährung geben kann. Ausserdem vermehren sich die Hefepilze in dem Hefestarter schon mal, sodass auch noch mehr Hefe zur Verfügung steht.

Dadurch sollte die Währung schneller in Gang kommen, auch schnell   er durch sein und vor allem erzeugt die Hefe, die nicht erst durch das “Aufwachen”. Gestresst wird auch weniger unerwünschte Fehlgeschmäcker.

Ich mache Hefestarter grundsätzlich mit den von mir geernteten Hefen. Generell dürfte aber auch nichts dagegen sprechen mit gekauften Päckchen Trocken- oder Flüssighefe einen Starter zu machen.

Zwei Tage vor dem eigentlichen Brautag mache ich eine simple Würze aus 500ml Wasser und 50g Malzextrakt. Ich koche dieses ein paar Minuten und giesse diese Würze in eine Weitaus Erlenmeyer Kolben, der 1 Liter fasst. Natürlich ist die Flasche vorher mit Starsan desinfiziert.

Diese Würze lasse ich einfach auf Raumtemperatur abkühlen, während die Hefe frisch aus dem Kühlschrank daneben auf die etwa gleiche Temperatur kommen kann. Das dürfte einige Stunden dauern.

Wenn die Würze etwa 20 Grad erreicht hat, giesse ich ein bisschen des Bieres, das noch über der Hefe steht ab, Wirbel sie dann ordentlich auf und giesse sie einfach zu der Würze in die Flasche.

Ich benutze nun so eine Rührplatte und gebe noch den dazugehörigen Rührfisch mit in die Flasche. Natürlich muss auch dieser unbedingt mit Starsan o.ä. desinfiziert sein!

Die Ruḧrplatte ist nicht unbedingt notwenig, aber sie hilft die Hefe in der Würze aufzuwirbeln und saugt vor allem Luft in die Würze, sodass die Hefepilze besser an den lebenswichtigen Sauerstoff kommen.

Angeblich verdoppelt die Nutzung einer Rührplatte die Anzahl der Hefepilze.

Das ganze lasse ich dann einfach so lange laufen, bis ich mein eigentliches Bier gebraut habe. Zwischenseitlich sollte der Hefestarter Anzeichen der Vergährung zeigen. Also Blasenbildung und er sollte schön nach Hefe und vergärendem Bier reichen.

Den Hefestarter gebe ich einfach wie normale Hefe nach dem Belüften der Würze in den Gärbehälter.  Vorsichtig, damit der kleine Rührfisch nicht mit in das Bier plumpst, obwohl das auch kein Beinbruch ist.

Durch den Starter ist die Hefe jetzt schon voll im Gär-Modus und sie legt sofort los Euer Bier zu vergähren.